Fun and Sports 2025 - Freitag - Tag 6

Chrälele Jüngere

Dreizehn Dschungelcampteilnehmerinnen besammelten sich an diesem Morgen, um ihrer Kreativität freien Lauf zu lassen. Mit Perlen aus den Tiefen des Ozeans und solchen aus Palmenholz schufen sie aussergewöhnliche Schmuckstücke. In allen möglichen Farben schimmerten und glänzten sie. Doch nicht nur für den Eigengebrauch wurde gechrälelet. Auch für Freunde und Familie stellten sie eine Sammlung her.

Natürlich durfte als Unterhaltung die Musik nicht fehlen. Als Chräleli-Raver sangen wir einen bunten Mix aus verschiedensten Liedern. Damit konkurrierten wir mit den Älteren, welche nebenan ihr Tanzbein beim Morgen-Rave schwangen.

 

Buldern

Am vorletzten Lagertag machten sich sieben Jungs auf den Weg ins L‘Entrepôt zum Bouldern. Sobald das korrekte Schuhwerk montiert und die Routenlevels verstanden waren, startete das grosse Klettern. Es wurden zuerst einfache Routen ausprobiert und erklommen. Mit dem gewonnenen Selbstbewusstsein wurden deutlich schwirigere „Kragselwege“ probiert. Das Limit war bei diesen Schwirigkeitsstufen schnell erreicht. Die kräftezerrenden Aufstiege machten uns allen stark zu schaffen. Finger und Arme begannen sich zu verkrampfen und eine Pause war dringend nötig. Nach der Verpflegung und mit neu geschöpfter Kraft in den Extremitäten wurden erneut einfachere Routen aufgesucht und in möglichst kurzer Zeit erklommen.  Da schrieben wir die benötigte Zeit auf und verglichen sie miteinander. Ausgelaugt machten wir uns auf den Weg in Richtung wohlverdientem Zmittag. 

 

Dayrave Ältere  

Ein Programmpunkt, welcher sich dieses Jahr besonders fest in den Köpfen der Junglestars einbrannte, war die Disco. Auf mehrfache kreative Anfragen organsierte unser Programm Chef Flaaggiii einen spontanen Dayrave (Morgendisco). Daher entschlossen viele Kinder sich umzuschreiben, weil die anderen Programmpunkte überfüllt waren und sich nun eine bessere Alternative anbot. Nach einer organisationsreichen Nacht haben die Leiter die ausgesuchte Kulisse erfolgreich eingerichtet. Kurzdarauf standen die Kinder bereits vor dem Eingang Schlange und waren vor Freude kaum aufzuhalten. Mit einer frischen Brise und Sonnenschein starteten wir unsere Programmpremiere, die in den Köpfen der Teilnehmenden bereits Tradition und ein «must have» zu sein scheint. Auch der bekannte Lager DJ «Gris», war ein Teil der grossen Geschichte und legte einen Auftritt mit internationaler Grösse hin. Bereits nach dem ersten Hit lief der Laden wie von selbst. Die Stimmung stets im Hoch und allerlei Tanzeinlagen wurden präsentiert. Dabei feuerten sich die Teilnehmenden gegenseitig an und es entstand eine richtig tolle Atmosphäre. Die Bar – komplett ausgeschossen! Die von den Leitern in einer Nacht und Nebelaktion erstellte 4x2 Meter Fotowand wurde rege genutzt. Kreative Abzüge aus dem lagereigenen Fotoautomat entlöhnten die Nachtschicht. Die Fotos – per QR Code nach Edition unseres Medienteams für alle Teilnehmenden zur Verfügung. Gemäss dem Feedback der Teilnehmenden war dieser Morgen definitiv ein nicht mehr wegzudenkender Programmpunkt in den kommenden Jahren.  

 

Diabolo

Trotz schwankender Besucherzahlen hält sich Diabolo schon seit einigen Jahren hartnäckig im Programm. So wurde auch in diesem Jahr wieder Unterricht in der urtümlichen Sportart angeboten und das enorm weitreichende Knowhow der Leiter:innen weitergegeben. Eine kleine Gruppe fand sich nach dem Zmorgen vor dem Lagerhaus ein, um die sanduhrförmigen Gummi-Projektile in der Gegend herumfliegen zu lassen. Wo einige gesegnet mit Talent schon nach kurzer Zeit das Diabolo fangen und verschiedene Tricks zeigen konnten, nutzten andere den Zugriff auf das Wissen und die Erfahrung der Coaches, um möglichst grosse Fortschritte zu machen. Tricks wie das «Haus», der «Lift» oder der «Überspringer» wurden eingeübt und, ausser vor laufender Kamera, auch häufig einwandfrei vorgeführt. Von einem besonders ambitionierten Diabolo-ianer wurde sogar ein Trick erfunden: der Split-Trick. Als der Nacken langsam steif wurde vom vielen Hochschauen wurden auch noch Jonglierbälle und -keulen ausgepackt und verschiedenste Skills damit trainiert. Zum Schluss durfte natürlich die fast schon obligatorische Runde Pingpong nicht fehlen, bevor man sich auf die vorzüglichen Älplermagronen auf dem Zmittagsbuffet stürzte. 

 

Flag Football Ältere

Entstanden vor einigen Jahren als Beschäftigung in der Freizeit gehört das Flag Football heute zum Standardprogramm im Fun and Sports. Seit der Einführung geleitet von denselben Leiter:innen mit Unterstützung von wechselnden Hilfsleiter:innen, konnte das Niveau des kurzen Trainingsblocks am Anfang stetig gesteigert werden. Effizient wurden die speziellen Regeln des Sports erklärt, damit die Teilnehmenden auch wissen, was mit einem «Snap» oder der «No Running Zone» gemeint ist. Zusätzlich waren einige verschiedene Standardspielzüge Thema, um den Einstieg zu erleichtern. Im zweiten Teil des Tutorials wurde die anspruchsvolle Technik für den Wurf des Balls erklärt und das Passen und Fangen im Lauf trainiert. Es sollte jedoch nicht zu viel Zeit mit Theorie und Trockenübungen verschwendet werden und so startete schon bald die erste Runde. Da jede:r der Teilnehmenden bereits Erfahrung aus vergangenen Lagern hatte, konnte direkt auf hohem Niveau eingestiegen werden und der erste Touchdown liess nicht lange auf sich warten. Obwohl die Sonne und die Hitze uns zu häufigen Pausen zwangen, liess die Motivation und der Einsatz nie nach. Es wurde gerannt, geblockt und Touchdowns und Interceptions erkämpft bis am Schluss, obwohl die Energiereserven langsam zu Ende gingen. So mussten die Footballer widerwillig den Rückweg zum nahegelegenen Lagerhaus antreten, um sich dort mit einer kalten Dusche oder adeligen Wasserschlacht zu erfrischen.  

 

Minigolf Jüngere

Acht junge Golfer:innen standen auf der Liste für einen nachmittäglichen Ausflug zur Minigolfanlage. Die Aktivität konkurrenzierte stark mit dem Waterfun, welches für die anderen auf dem Programm stand. Darum verloren wir noch vor der Abfahrt bereits zwei weitere Teilnehmer, was wir ihnen bei 30 Grad nicht übel nehmen konnten. Mit einer kleinen, aber sehr motivierten Gruppe fuhren wir mit dem Golfmobil nach Moléson. Die Anlage wurde direkt von uns in Beschlag genommen und wir spielten ohne Pause 14 Löcher in einem kleinen Turnier. Die Bälle schossen durch Tunnel und flogen über Hügel. Mit jeder Bahn wurde es anspruchsvoller aber das Niveau blieb hoch. Unerwartet kamen immer mehr fremde Golfer auf den Platz und so mussten wir nicht nur unsere Treffsicherheit, sondern auch unsere Geduld beweisen. Nach einer kleinen Pause mit einem feinen Zvieri, durften die Kinder noch etwas frei die Bahnen bespielen. Nach der Pause war die Motivation auf eine Wasserschlacht beim Lagerhaus jedoch grösser als noch weiter Minigolf zu spielen. So kam uns Flaaaggii mit dem Büssli wieder abholen. Zu Hause wurden die Kinder bereits von den anderen mit Wasserpistolen erwartet und erhielten eine kühle Erfrischung.  

 

Trampolin Ältere

Am Freitagmorgen begaben sich 14 ungeduldige Pfeilgiftfrösche auf den Weg in den Trampolinpark. Kaum waren die Antirutschsocken montiert, sprinteten alle wie wild auf die Trampoline zu. Die Affen rasten durch den Trampolinpark und brüllten: “Wo ist das beste Trampolin?!” Es ging hoch hinaus und Einer hüpfte höher als der Andere. Von Türmen hinunter und wieder hinauf, es wurden alle möglichen Geräte und Stationen ausprobiert. Um alle möglichen Achsen drehten sich die Frösche und landeten weich in der Schnitzelgrube oder auf dem Airbag. Sie tobten sich aus und waren so vertieft, dass sogar der Znüni vergessen wurde. Doch müde waren sie noch lange nicht. Die Pfeilgiftfrösche starteten ein Fangis und rasten durch die ganze Halle. Die Zeit verging wie im Flug, trotzdem freuten wir uns, als der Zmittag nahte, da unsere Mägen bereits knurrten. 

 

Turnhalle Jüngere

Hebed eui fest und tüend eui guet festchralle,  

hüt morge simmer gsi i de Turnhalle 

Gspielt hemmer kei Lotto,  

sondern turnt ganz nachem Lagermotto. 

Hüt wird nid gmacht en Tanz, 

sondern ghanged amene Affeschwanz. 

D Turnhalle zumene Dschungel umgstellt, zum Ihlaufe mit Bälle umeprellt. 

vonere ganz wilde Horde 

isch a Liane umegschwunge worde,  

Kokosbiathlon, Cherze Fangis oder Staffette im Regewald, 

als Vorbereitig für de kommendi Schlussabig scho bald. 

Gschwitzt und glacht,  

hemmer en schöne Fritig morge verbracht. 

Endi vom Reim, will mir sind zrugg i üses Heim. 

Ende 

 

Waterfun Jüngere

A dem schöne Summernamittag, 

isch d Wahl vom Programm wohl kei Frag. 

mit Waterfun hemmer gstartet, 

und enand Wasserballön um de Grind ume gschwartet. 

Pflutschnass vo obe bis unne, 

simmer denn sehr froh gsi um chli Sunne. 

Churz ufgwärmt und Zvieri gesse, 

und eus denn bim Blacherutsche gmesse. 

De Flaggi hett welle mache es Bild, 

vo dene Chind wo aberutsched wie wild. 

Eis, zwei Zemmestöss hetts geh, 

aber das muss mer bi dem Programmpunkt wohl in Kauf neh. 

Während de Domi de Ahlaufwinkel studiert, 

hend d Chind d Blache duruflaufe probiert. 

Das hett aber gar nöd so guet funktioniert. 

Schmierseife hends sich uf de Büüch verteilt, 

und sind nacher a die gross Wasserschlacht geilt. 

Nüt meh hett mer gseh usser Wasser, 

und alli sind worde immer nasser. 

Au mit de Wasserballonschlüdere hemmer hantiert,  

mit de Trefferquote aber nid brilliert. 

Beendet hemmer das Ganze mit ere adelige Wasserschlacht, 

was allne Teilnehmende viel Spass hett gmacht.

 

Schlussabend

Der wichtigste Abend des Dschungelcamps stand heute auf dem Programm. Endlich erfuhren wir, wer sich nach der schönsten Woche des Jahres zum/zur Dschungelkönig/in küren konnte.  

Durch ein lautes Gebrüll des Brüllaffen Woody wurden wir alle herzlich zu den letzten Dschungelprüfungen willkommen geheissen. In ihrer Zimmergruppe traten die Teilnehmende gegeneinander an. In der ersten Runde mussten sie unbekannte Dinge ertasten. Maracuja, eingelegte saure Glühwürmchen oder Nutella. Die Runde ging an das Zimmer Pfeilgiftfrosch. Ohne Pause wurde direkt die zweite Prüfung eingeläutet. Hier wurden verschiedene, mehr oder weniger eklige, Lebensmittel verzehrt. Diese Prüfung gewann das Zimmer Pfauenaugenbuntbarsch.  

Zum krönenden Abschluss mussten dreckige Sockenpaare gematcht werden. Pro Päärchen gab es einen Punkt und so gewann erneut die Gruppe Pfeilgiftfrosch. Somit war die Entscheidung gefallen und die grossen Mädels holten sich der Sieg in ihr Zimmer. 

Auch die jüngeren Teilnehmende des Camps wurden prämiert. Unter der Woche mussten sie verschiedene Dschungelutensilien für ihre Prüfungen basteln. Hier machte das Jungs-Zimmer Lemur das Rennen und holte den Pokal nach Hause. 

Im Anschluss durften wir noch die einstudierten Tänze sowie die zusammengeschnittenen Lagerfilme ansehen, bevor einige Mädels einen selbst komponierten Song zum Besten gaben. Auch das Leiterteam hat sich in diesem Jahr wieder einmal an einen Lagersong getraut, welcher fröhlich gemeinsam gesungen wurde. Die Freude war riesig, als Woody die um eine Stunde nach hinten verschobene Nachtruhe ankündigte. Als Highlight vom Schlussabend verpflegten wir uns mit einem feinen Glace von Tito. Die grösste Aufgabe des Tages stand nun nämlich für das Leiterteam und die Teilnehmende an – das Packen der Kisten und Koffer sowie das zuordnen und finden aller Kleider und persönlichen Utensilien.