Easytour Jüngere
19 kleine Wanderameisen packten an diesem Mittwochmorgen ihre sieben Sachen und schlüpften in ihre Wanderschuhe. Pünktlich um 10 Uhr stapften sie in Begleitung von vier Riesenameisen los in Richtung Château de Gruyère. Dank diversen Spielen und Liedern wanderte es sich gleich etwas leichter. Doch auch die motiviertesten Ameisen spürten nach und nach die Müdigkeit, verursacht durch die vergangenen kurzen Nächte, sodass der Aufstieg zur Burg zu einer Challenge wurde. Kaum oben angekommen knurrten die Bäuche und somit wurde auch schon der Lunch ausgepackt und eifrig verschlungen. Wieder gestärkt teilten sich die Ameisen in drei Gruppen auf und gingen auf Entdeckungstour in der Burg. Zahlreiche Räume gab es zu erkunden und viele Rätsel zu lösen. Vom Wehrgang aus konnten wir in weiter Ferne sogar unser Lagerhaus erspähen. Nach beenden der Besichtigung war unsere Kreativität gefragt. Die Aufgabe von Woody und Flaggi, eine Szene theatralisch auf einem Foto festzuhalten, wurde in Angriff genommen. Erfolgreich stellten die Ameisen die Entführung von Prinzessin Samina dar. Daraufhin folgte ein kurzer Spaziergang durch das Dörfchen Gruyère, wo sich die Kinder im kühlen Nass des Dorfbrunnens abkühlen konnten. Nach dem Abstieg zurück ins Tal liess die Kraft der Ameisenbeinchen nach und alle waren froh, als Woody und Flaggi mit den Shuttles auftauchten. Zurück beim Lagerhaus ging es schnurstracks unter die obligatorische Mittwochsdusche. Wieder frisch und wohlduftend durften sich die Ameisen zwischen Wasserschlacht und “Chräleliplausch” entscheiden. Dabei entstanden viele wunderschöne neue Arm- und Halsketten. Nach diesem gelungenen Tag freuen sich bereits alle auf einen gemütlichen Spieleabend.
Basic
Die Basic-Wanderung war dieses Jahr alles andere als basic. Sie beinhaltete steile Anstiege, eindrückliche Aussichten und einen Adrenalinkick sondergleichen. Sie war perfekt geeignet für die 38 ambitionierten Aufsteiger, die aber das Runterrutschen dem Runterlaufen bevorzugten. Los ging es pünktlich in Charmey an der Talstation, von wo aus ein Anstieg über Wald und Wiesen bis hin zur 760 Meter höhergelegenen Bergstation Vounetse folgte. Mit der Motivation im Hinterkopf, dass der Abstieg bis zur Mittelstation nicht gelaufen, sondern gerutscht werden kann, war das Brennen in den Beinen nur halb so tragisch. Der frühmorgens vorbereitete Lunch wurde anschliessend bei schönstem Wetter und wunderbarer Aussicht bei der Bergstation verdrückt. Nach einer Einführung zur Handhabung der Rutschteppiche konnten die sechs Rutschbahnen, welche sich verteilt auf der Strecke zwischen Berg- und Mittelstation der Seilbahn befinden, in Angriff genommen werden. Durch die rasanten Abfahrten auf steilen und kurvenreichen Passagen in den Röhren von Vounetse kamen alle Teilnehmer mit einem grossen Lächeln im Gesicht bei der Mittelstation an. Der Abstieg zur Talstation war anschliessend ein Zuckerschlecken für die mit Adrenalin vollgepumpte Gruppe. Nur ein anhängliches Büsi konnte uns kurz aufhalten. Glücklich und zufrieden konnte anschliessend in die Büssli eingebootet und die Heimreise zum Lagerhaus angetreten werden.
Tageswanderung Advanced
Mittwoch im Lager ist bereits ein Synonym für den beliebtesten (hust hust) Programmpunkt der ganzen Woche: die Tageswanderung. Sowohl Leiter:innen wie auch Teilnehmende fieberten auch dieses Jahr bereits lange im Voraus auf diesen grossartigen Tag hin. Nun war es endlich so weit. Für 24 fortgeschrittene Wanderkinder ging es nach dem Fassen des Lunches auf in Richtung Lac de Montsalvens, ein Stausee in der «nahen» Umgebung. Dieses Jahr punktete die Advanced-Tour nicht mit vielen Höhenmetern, aber dafür mit ihrer Länge. Satte 19 Kilometer galt es für die Teilnehmende und Leiter:innen zu absolvieren, bevor die Beine in unserem Lagerhaus Les Eterpaz endlich hochgelegt werden konnten. Nach einem “Spatzifizottel” durch unser temporäres Zuhause Broc, stiessen wir bald auf eine Hauptstrasse. Nach kritischem Prüfen der Karte war klar, die geplante Wanderung führt dieser entlang. Dies passte aber den Leitern überhaupt nicht, weswegen die Route spontan zu einem wesentlich idyllischeren und nur unmerklich weiteren Wanderweg durch den Wald gewechselt wurde. Nach diesen anfänglichen Schwierigkeiten ging es aber flott und voller Wanderlust weiter. Vorbei an der vom Nightpainting bekannten Ruine kam der See immer näher und näher. Auf dem Weg begegneten uns Teile des Wasserkraftwerks und verschiedenstes Gelände, von Treppen über Strassen und hügeligen Felswegen war alles dabei. Immer wieder konnte ein Blick auf den See erhascht werden, während man sich durch die Natur kämpfte. Ein besonderes Highlight war die bärenstarke 62 Meter lange Hängebrücke bei Charmey, die auf die Halbinsel «Presqu’Ile» führte. Mit bereits einigen Kilometern in den Beinen machte sich langsam ein Hungergefühl in der Gruppe breit und so begann die Suche nach einem gemütlichen Rastplatz für den Verzehr der Sandwiches, Chäsli, Landjäger und Rüebli. Eine frisch gemähte Wiese eines Bergbauern wurde als genügend eingestuft und innert kürzester Zeit kehrte Ruhe in der sonst sehr munteren Gruppe ein, welche nur durch gelegentlich genüssliche Mampfgeräusche unterbrochen wurde. Nach dem erfolgreichen Füllen des Magens wartete auf die Teilnehmenden (und Leiter:innen) eine Überraschung von Hauptleiter Woody. Während der Wanderung soll eine Challenge absolviert werden: dabei muss man eine witzige Szene darstellen und bildlich festhalten. Vom professionellen Leiterteam wurde Bedenkfrist bis zur nächsten Pause gegeben und nach kurzer Zeit nahmen wir die Beine wieder in die Hand und die zweite Etappe in Angriff. Weiter ging der Weg über Stock und Stein um den Stausee herum und es wurde im Eiltempo Kilometer um Kilometer abgespult. Die Zeit verging wie im Flug und schon konnte die eindrückliche Staumauer von der Gruppe bestaunt werden. Nun war die Zeit gekommen, um die Forderungen der Challenge in die Realität umzusetzen. Trotz hitzigen Diskussionen war ein wenig Input des kreativen Leiter:innen-Detachements gefordert. Nun soll hier niemand gespoilert werden, das Ergebnis ist auf der Homepage zu bestaunen (Tipp: das mit dem Schuh). Nach dieser kurzen kreativen Einlage ging es an die letzten Kilometer. Obwohl die Beine spürbar schwerer wurden, ging es ohne Murren weiter zurück Richtung Broc. Der Rest der Wanderung wurde nur selten unterbrochen, um den Durst zu löschen und so konnte schon bald unser Lagerhaus in der Ferne erspäht werden. Zurück in Les Eterpaz war sicher jeder froh die Füsse aus den Wanderschuhen befreien zu können und nach kurzer Regenerationspause die Energiereserven beim währschaften Znacht wieder aufzufüllen.
Masterwanderig
Früeh am Morge,
simmer an Zmorge.
D Elite hett müese pressiere,
will sie bsunders früeh hend müese losmarschiere.
Nüün Nase und drüü füehrendi Hochalpiniste,
sind hochmotiviert zeme ufd Piste.
Vo de Moléson-Talstation simmer gstartet,
da hetts am erste scho de Schuehbändel verschwartet.
De Skilift isch aber leider nüme gloffe ojeeeee,
defür euses Grüppli umso meeh.
De ersti Steilhang hett nöd lang uf sich laa warte,
wie mers uf de Mastertour chan erwarte.
Das git ganz viel durstigi Müüler,
drum streckemer nach em Wasser immer wieder eusi Fühler.
De eint oder ander hett am Woody nöd glaubt,
das eim das zimli schnell s Wasser raubt.
So isches halt ned sehr lang gange,
bis die erste hend afange nach Wasser bange.
Statt Wasser uufgfüllt und guet hydriert,
hemmer de einzig schöni Brunne ignoriert.
Wiiter ghats ganz steil duruuf,
und de drüü Hochalpiniste verschlaats fast de Schnuuf.
Will als hetteds es gseh cho,
hend sie für die nüün Nase au no Wasser mitgno.
Die schöni Uussicht uf em Grat obe hemmer gnosse,
s Pulver hemmer no lang nonig verschosse.
Es ghat wiiter über Stock und losi Stei,
drum isch wichtig hemmer no kei müedi Bei.
Denn hemmer s nöchste Ziel, de Moléson,
trotz aaspruchsvollem Gländ in Aagriff gno.
De Hunger isch immer grösser worde,
das macht eusi nüün Nase zunere wilde Horde.
Die schnellsti Route gsehnd die drüü Hochalpiniste natürli scho,
und so sind sie grad no mit eme blaue Aug devo cho.
De letschti Steilhang isch en Chrampf,
aber zum Glück gits dobe Mampf.
Obe uf em hoche Gipfel und scho fast rääss,
gits denn endlich de langersehnti Raclette-Chäs.
Im Racletteöfeli isch de Cherzewachs vertropfet,
und so werded die nüün Müüler endlich gstopfet.
En Gnuss bi Uussicht über Nah und Fern,
eso spiist mer natürli gern.
Nach dem feine Spies und Trank,
macht gar keine meh en Wank.
De Berg lockt zwar zum verwiile,
aber leider chönd mir nöd sitze bliibe.
Guet gfüehrt und koordiniert,
wird de Abstieg kommuniziert.
So begebemer eus i die steili Passage,
und hoffed mir bruched kei Bandage.
Gottlob im rutschige Teil kein Sturz,
so gstaltet sich de Talgang churz.
Mir chömed zwar guet voraa,
doch de Hochalpinist Clemi wett no en Schnappschuss vo de Blüemli haa.
Chuum zwei Stund wieder uf de Bei,
sitzemer bim Flaaggii im Büssli uf em Weg hei.
Die vorher gspröchige Müüler sind jetzt gstopft,
und es werded hine im Büssli kei Sprüch meh klopft.
Mit Stolz erfüllt simmer wieder dihei,
und sind froh hend alli no ihri Bei.
So isch de Gspass scho wieder verbii,
und isch en riiiiiesige Erfolg gsi.
Die guet organisierte Hochalpiniste sind froh,
sind genau die nüün superzwäge Nase mitcho!
So fertig reime heilandzack,
jetzt isch fertig mit dem Schabernack.
Spieleabend
Nach der Rankverkündigung von diversen Spielen versammelten sich alle Jüngeren im Esssaal für einen vielseitigen Spieleabend. Das Werwölfeln war hochbeliebt bei den Dschungelcampbewohner:innen. Unschuldige Dorfbewohner wurden angeklagt und der Amor sorgte für Liebe im Dorf. Leider half die Liebe nicht, um die Werwölfe aufzuhalten, sodass alle Dorfbewohner das Dorf verlassen mussten. Ermunterung fanden sie bei einer Runde Twister. Die Gliedmassen wurden in alle Richtungen gestreckt und verbogen. Auch das neu eingeführte Spiel «That’s not a hat» war ein Spiel, welches die Jünglinge erforschten. Die Merkfähigkeit der Kinder wurde dabei auf die Probe gestellt. Ausserdem zeigten einige ihre Quartettkünste oder testeten ihr Schweizer Allgemeinwissen bei dem Spiel «ABC DRS 3». Als Bettmümpfeli gab es noch Früchte und Tee, anschliessend hüpften die Kinder müde in die Federn.
Kino Ältere
Gesättigt trafen sich alle Älteren nach einem anstrengenden Wandertag im Kino. Der ausgewählte Film dieses Jahr war «Bon Schuur Ticino». Zu schnell ging die erste Hälfte rum und wir stärkten uns mit etwas zu Trinken und einer Tüte Popcorn. Auch in der zweiten Hälfte gab es wieder viel zu lachen und der Film endete mit einem Happy End. Da noch etwas Zeit übrig war, trafen sich einige zum Pingpong spielen draussen, andere machten sich bereits auf den Weg ins Bett.